WM Forum 2006

Montag, September 10, 2007

Nach der WM ist vor der EM

... und nach der EM ist vor der WM. Die gezeigten Leistungen in der EM-Qualifikation lassen für das Deutsche Nationalteam positive Aussichten hinsichtlich der Qualifikationen beider Turniere zu. Die Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz wird mit großer Wahrscheinlichkeit mit der DFB-Auswahl ausgetragen.

Die EM-Quali-Gruppe wird zur Zeit souverän angeführt und die letzten Spiele stellen das Team von Trainer Löw vor - gelinde gesagt - lösbare Aufgaben.

Aber Europameister werden sie denke ich trotz beeindruckender Bilanz nicht. Mein Top-Favorit ist für die EM 2008 Frankreich.

Donnerstag, November 30, 2006

Terminübersicht

Zur Zeit tut sich nicht allzu viel bei der Nationalmannschaft, daher mal eine kleine Terminübersicht zu den kommenden Länderspielen:

07.02.07 Testspiel: Deutschland - Schweiz in Düsseldorf ZDF
24.03.07 EM-Quali: Tschechien - Deutschland ARD
02.06.07 EM-Quali: Deutschland - San Marino in Nürnberg ZDF
06.06.07 EM-Quali: Deutschland - Slowakei in Hamburg ARD
08.09.07 EM-Quali: Wales - Deutschland ZDF
13.10.07 EM-Quali: Irland - Deutschland ARD
17.10.07 EM-Quali: Deutschland - Tschechien in München ZDF
17.11.07 EM-Quali: Deutschland - Zypern in Hannover ZDF
21.11.07 EM-Quali: Deutschland - Wales in Frankfurt ARD

Ist zwar noch recht lang hin, aber das Spiel gegen Tschechien Ende März wird bestimmt für einiges entlohnen..

Montag, September 04, 2006

Adidas Teamgeist macht das Rennen

Auf Testberichte.de werden eine ganze Reihe von Produkttests aus Fachzeitschriften zusammengefasst. Da gibt es nicht nur Tests zu Digitalkameras und Laptops, auch Ergebnisse zu Fußbällen sind erhältlich.

Aus mehreren Testzeitschriften werden Gesamtnoten errechnet, sofern es mehr als einen Test zu einem Produkt gibt. Der Teamgeist von Adidas erhält von Testberichte die Gesamtnote "sehr gut" und steht auf Platz 1. Überraschend lautet der zweitplatzierte Fußballhersteller nicht Nike, sondern Derbystar.

Hier geht es direkt zum Testüberblick der Spielgeräte.

Donnerstag, August 24, 2006

Hansi Flick als Co

Alle freuen sich und sind glücklich. Hans-Dieter Flick wird Co-Trainer der deutschen National-Elf. An der Seite des frisch gebackenen Bundestrainers Löw soll zukünftig viel in die Hände geklatscht und sich in den Armen gelegen werden.

"Hans-Dieter Flick ist eine hervorragende Ergänzung unseres Trainerteams, ...", sagt Löw zu der Neuverpflichtung. Oliver Bierhoff bezeichnet Flick ergänzend als "Wunschkandidat" für den Posten.

Das erste Ziel ist Europameisterschaftsteilnahme 2008, das Trainerteam steht und freut sich auf die kommenden Aufgaben. Da kann ja nichts mehr schief gehen.

Mittwoch, August 16, 2006

Deutschland - Schweden

Heute abend gibt der neue Bundestrainer Löw sein Debut als Chef der Truppe. Dabei muss er nicht nur auf verletzte Stammspieler wie Ballack, Mertesacker und Metzelder verzichten, er muss sich auch über den Schuh-Krieg ärgern.

Eine lächerliche Diskussion, in der es wie so oft nur um's Geld geht. Vielleicht spielen sie auch noch Fußball. Interessieren tut dabei allerdings für die Medien nur Löw's Kompetenzen als Cheftrainer. Das Spiel an sich avanciert zur Nebensache - aber es bleibt die Schönste.

Montag, Juli 24, 2006

Die WM ist vorbei

Und was war das für eine Weltmeisterschaft! Tolle Fans, Stimmung, Organisation. Es passte fast alles. Das wohl wichtigste Kriterium für eine Fußball-WM ist aber wohl unumstritten: Das Fußballspiel.

Hier darf und sollte Kritik geübt werden dürfen. Hat man es als Fernsehzuschauer bei einigen Spielen nicht gleich bemerkt, so wiesen die "neutralen" Fans im Stadion einen durch "Deutschland, Deutschland"-Rufe darauf hin, dass der Kick auf dem Platz langweilt.

Nur wenige Mannschaften erfüllten die Hoffnung auf attraktive Offensivspiele - allen voran Deutschland. Die Ballzauberer aus Brasilien enttäuschten auf ganzer Linie und auch der spätere Weltmeister konnte (ausgenommen das Halbfinale gegen die deutsche Elf) nicht glänzen.

Was den kommenden Austragungsort der WM 2010 betrifft, so hat Südafrika ein schweres Los getroffen. Den Organisationsspezialisten mit dem kaiserlichen Repräsentant an der Spitze das Wasser zu reichen wird ihnen nach jetzigem Stand der Dinge nicht gelingen. Ihr Vorteil könnte die ungleich geringere Erwartungshaltung sein.

Bleibt also die Hoffnung, dass die Ausrichter schöne Stadien rechtzeitig hochziehen in denen dann beeindruckender Offensivfußball zelebriert wird.

Mittwoch, Juli 05, 2006

WM Forum 2006 WM Counter 2006

WM Forum 2006 WM Counter 2006

Mittwoch, Juni 14, 2006

Diese Kommentatoren....

Die WM ist in vollem Gange. Volle Stadien, tolle Spiele, viele Tore und friedlich feiernde Fans; selbst die Schiedsrichter leiten ihre Begegnungen fast reibungslos.
Das Sahnehäubchen einer tollen ersten WM-Woche setzt die deutsche Mannschaft auf: Zwei Spiele - sechs Punkte - 5:2 Tore. Nach dem guten und vor allem torreichen Eröffnungsspiel zeigte der Gastgeber gegen Polen, dass es auch spielerisch anspruchsvoll zur Sache geht.

Ein spannendes Spiel! So wie ich saßen bestimmt Millionen Fans vor dem ARD-Programm, jubelten unserem Team zu, ließen den neu auflebenden Patriotismus durch Fahnenschwenken und Hymne-singen aufflammen.

Alle sind begeistert, sogar der kritische Herr Netzer ließ nur positives an der Leistung der National-Elf erklingen: "Ich hatte einen wunderschönen Tag heute".

Alle sind begeistert? Nein! Die Kommentatoren der ersten beiden Spiele der Klins-Männer ließen sich phasenweise zu Spott und Hohn hinreißen. Marcel Reif am vergangenen Freitag gegen Costa Rica konnte sich nicht einmal über das Traumtor von Frings zum 4:2 freuen. Trocken kommentierte er die Entscheidung und auch zuvor wollte er die Fans am Fernseher unbedingt dazu ermutigen, den Auftritt der Deutschen pessimistisch zu beurteilen.

Steffen Simon in Diensten der ARD konnte die Leistung seines Kollegen von Premiere nicht rausreißen. Kritik hagelt es 80 Minuten lang, erst zum Ende, wo die deutsche Mannschaft fast 90% Ballbesitz verbuchen konnte, verstand auch Steffen Simon sich darauf, dem Spiel etwas Positives abzugewinnen.

Es ist wirklich schade, dass ganz Fußball-Deutschland auf der Euphoriewelle reitet, während die Kommentatoren darauf beharren, Deutschland spiele zu passiv und ideenlos, was einfach nicht der Wahrheit entspricht.

Der Kapitän Michael Ballack hat eine engagierte Leistung gebracht, präzise Pässe gespielt und war immer anspielbereit - ein Spielmacher, wie er im Buche steht. Arne Friedrich hat sich in meinen Augen rehabilitiert, gutes Zweikampfverhalten und ambitioniert nach Vorne. Leider hat kaum eine Flanke von Friedrich ihr Ziel erreichen können, aber einem Abwehrspieler deshalb eine schlechte Leistung zu unterstellen, ist lediglich durch fehlende Beobachtungsgabe zu erklären.

Enttäuscht war ich über Bastian Schweinsteiger, der viel versucht hat, dessen trickreiche Übersteiger aber zu oft ins Stolpern kamen. Kein Kommentar von Steffen Simon...

Mit einem Werner Hansch hat man ja mittlerweile gelernt, wie man einen amüsanten Fußball-Abend bei Sat1 verlebt; aber dass es bei der Weltmeisterschaft nicht möglich scheint, einen etwas subjektiveren Stil in das Kommentieren zu bringen, ist einfach enttäuschend. Jeder, der im DSF die Basketball-WM verfolgt hat, weiß, was ich meine, wenn ich über stimmungsvollem Kommentatoren-Stil rede.

Da haben sich einige noch zu verbessern - die deutsche Hintermannschaft hat dies geschafft.

Dienstag, Juni 06, 2006

Dreimal werden wir noch wach...

Am Freitag um 18 Uhr wird das Eröffnungsspiel angepfiffen. Haben ja auch alle lange genug warten müssen. Nun ist es also endlich soweit. Das werden auch die Spieler der deutschen Nationalmannschaft denken, die sich Anfang der Woche im Luxushotel in Berlin-Grunewald eingefunden haben.

Wenn man durch Fernsehbilder einen kleinen Einblick hinter die Hotelzimmertüren werfen konnte, wundert man sich wohl schon, wie viel Prunk und Luxus unsere Fußballer dort vorgefunden haben. So mancher Weltmeister vergangener Jahrzehnte wird sich und die Öffentlichkeit fragen dürfen, ob das den Teamgeist (jeder Spieler hat seine eigene "Hotelsuite") und den Willen zur absoluten Einsatz- und Kampfesfreude nicht einschränken könnte.

Aber diese Weltmeister werden sich bestimmt durch spielstarke und attraktive Begegnungen der deutschen Elf eines besseren Belehren lassen. Im Auftaktspiel gegen Costa Rica hoffentlich auch mit dem angeschlagenen Mannschaftskapitän Michael Ballack, der noch an einer Muskelverhärtung in der Wade laboriert - sein Einsatz ist unsicher.

Sicher scheinen dagegen die Personalien in der Innenverteidigung: Mit Metzelder und Mertesacker soll am Freitag die Null stehen, Robert Huth kommt wohl nur als physische Respektsperson gegen die Topstürmer zum Einsatz und von Jens Nowotny kann im jungen WM-Kader jeder noch was lernen.

Die Nominierungsgründe der Verantwortlichen um Jürgen Klinsmann nehmen also langsam Form an, hoffentlich halten sie, was sie versprechen.

Freitag, Juni 02, 2006

Der letzte Test

Heute geht es gegen Kolumbien in den letzten Test vor dem großen Turnier. Nachdem es am Dienstag gegen Japan nur recht glücklich zu einem ernüchternden Unentschieden reichte, heißt es heute, die Presse- und vor allem die Fangemüter wieder positiv zu stimmen.

Es wurde viel über die Defensive diskutiert, die sich wahrlich nicht in WM-Form präsentierte. Chancen gänzlich zu verhindern - das ist wohl allen klar - liegt nicht im Bereich des Möglichen bei Begegnungen dieser Klasse, aber dass die Japaner fünf Mal alleine vor unserem Schlussmann stehen, ist schon peinlich und zeugt von mangelnder Absprache und fehlender Spritzigkeit in der deutschen Hintermannschaft.

Die gebotene Vorstellung war phasenweise so eklatant amateurhaft, dass auch mannschaftsintern Kritik ausgeübt wurde. Kapitän Michael Ballack stellte das System in Frage ("So können wir nicht spielen") und forderte eine weniger offensive Ausrichtung der taktischen Vorgabe. Dabei verwies er auch auf die WM vor vier Jahren, wo aus einer kompakten Defensive heraus agiert wurde, die uns schließlich ins Finale gebracht hat.

Aber auch das Spiel nach vorne ließ so einiges vermissen. Ideenlosigkeit der Kreativabteilung, daher kaum Torchancen aus dem laufenden Spiel heraus. Die Japaner schafften durch ihre konditionelle Stärke immer wieder Überzahl in den Zweikämpfen, womit die deutsche Elf nie zurecht kam.

Schon relativ früh wurde klar, dass zwingendes nur über Standards zu erwarten war. Ein Strohalm, an dem wir uns wohl auch kommenden Freitag klammern müssen.

Ich bin gespannt auf den heutigen Test gegen Kolumbien; gespannt, ob Bernd Schneider wieder eine verschenkte Offensivkraft und Gefahrenherd in der Viererkette vor Lehmann sein wird, ob Michael Ballack seine Torgefährlichkeit wieder findet und natürlich, ob die Abwehrreihe die Abseitsregel richtig interpretieren kann.

Dienstag, Mai 30, 2006

Klose spielt

Unsere Stürmerhoffnung Miroslav Klose wird heute abend im Länderspiel gegen Japan auflaufen können. Rechtzeitig ist er von seiner Familie aus Bremen wieder zur Nationalmannschaft gestoßen. Zu den Gründen, warum Klose nach dem Abschlusstraining am Montagabend kurzfristig einen Zwischenstopp bei seiner Familie einlegte, äußerte sich der Torschützenkönig der Bundesliga wie folgt:

"Es waren private Gründe, die mich veranlasst haben, nach Hause zu fliegen. Die Angelegenheit konnte schnell und problemlos geklärt werden. Ich bitte um Verständnis, dass ich mich zu Details und Spekulationen nicht äußern möchte. Ich freue mich nun auf das Länderspiel in Leverkusen gegen Japan und darauf, dass die WM bald losgeht."

Fußballdeutschland kann also vorerst aufatmen.

Mittwoch, Mai 24, 2006

Lokales: "Transfer der Jahres" scheint perfekt!

Nach intensiv geführten Verhandlungen scheint der Deal perfekt: Gerüchten zufolge soll der Ex-Profi Jan Busman wieder ins aktive Fußball-Geschehen eingreifen. Laut Angaben verlässlicher Quellen soll bereits eine mündliche Einigung zwischen Verantwortlichen der 3. Männer von den Sportfreunden Kladow (Matze N.) und den früheren Torwart des Lokalrivalen SC Gatow erzielt worden sein.

Herr Busmann äußerte sich zu der Meldung eher launisch, er werde nicht im Tor stehen und sieht sich eher als Spielgestalter mit der Nummer 10 auf dem Rücken.
Busmann war in seiner Jugend nicht nur ein vortrefflicher Torwart, er war des Weiteren auch ein blitzschneller Stürmer und gefürchteter Vollstrecker.
Eine Bereicherung für den Berliner Fußball allemal.

Dienstag, Mai 23, 2006

Vorbild: Beckenbauer

OK-Chef und Fußballkaiser Franz Beckenbauer möchte 48 der 64 WM-Spiele live im Stadion miterleben. Das aufkommende Logistik-Problem wird durch einen Hubschrauber gelöst, der den Weltmeister von '74 zu den 12 Stadien fliegt. Das Flugobjekt wird übrigens von einem Sponsor bereitgestellt.

Dadurch wird Beckenbauer jeden WM-Teilnehmer mindestens einmal bewundern können; hat er sich nach dem Vorbereitungsstress der letzten Jahre aber wohl auch verdient.

Ich wär schon froh, wenn ich es zeitlich schaffe, 48 Spiele im Fernsehen verfolgen zu können :-(
Und das wird schwer genug... Aber ich arbeite dran.

Mittwoch, Mai 17, 2006

Das Aufgebot steht!

Am Montag stellten die Verantwortlichen um Trainer Jürgen Klinsmann den 23-köpfigen Kader für die WM vor.

In Form einer Präsentation wurden die 23 Spieler jeweils mit einem Kurzfilm gezeigt und so die letzten Geheimnisse gelüftet.

Die letzte Einspielung sorgte für lang anhaltendes Raunen im vollbesetzten Saal, da war der Name David Odonkor zu lesen, der Film selber avancierte zur Nebensache, jeder versuchte einen Blick zu Klinsmann zu erhaschen, der aber ruhig und mit einem Hauch Selbstzufriedenheit weiter auf sein eigens für diese Veranstaltung produzierten Film schaute. Co-Trainer Löw konnte sich einen kurzen Schulterblick nicht verkneifen und hätte danach zu seinem Sitznachbarn sagen können: "Hamasch wiedda gschafft Jürgen, die sind platt!"

Wie es bei einem Wettkampf dieser Größenordnung so üblich ist, gibt es Verlierertränen und Gewinnerjubel:
Für Patrick Owomoyela (Werder Bremen), Kevin Kuranyi und Fabian Ernst (beide FC Schalke 04) waren es wohl die am wenigsten erwarteten Enttäuschungen - und somit auch die heftigsten: "Für mich ist eine Welt zusammengebrochen... Ich bin wirklich sprachlos, zutiefst enttäuscht und werde nun einige schlaflose Nächte haben", sagte der unter Klinsmann erfolgreichste Torschütze (10 Tore in 20 Spielen) Kevin Kuranyi. Aber was zählt, ist die derzeitige Leistung (-> Beitrag "Stichtag: 15. Mai").

Als Gewinner sind Jens Nowotny (Bayer Leverkusen) und natürlich David Odonkor (BVB) zu nennen, den jungen Flügel-Flitzer hatte wohl keiner auf der Rechnung. Ohne internationale Erfahrung und noch ohne Einsatz in der A-Mannschaft Deutschlands. Das kann negativ wie auch positiv bewertet werden.

Sein Kapital ist die Schnelligkeit, Odonkor ist der wohl schnellste Mann der Liga und bringt dazu noch die meisten Flanken in den gegnerischen Strafraum. Ein dringend notwendiger Vorbereiter für Klose und Co. Vor allem nach Deislers Ausfall.

Der Kader sieht wie folgt aus:

Tor: 1 Jens Lehmann (FC Arsenal), 12 Oliver Kahn (Bayern München), 23 Timo Hildebrand (VfB Stuttgart)

Abwehr: 3 Arne Friedrich (Hertha BSC), 17 Per Mertesacker (Hannover 96), 4 Robert Huth (FC Chelsea), 21 Christoph Metzelder (Borussia Dortmund), 6 Jens Nowotny (Bayer Leverkusen), 16 Philipp Lahm (Bayern München), 2 Marcell Jansen (Borussia Mönchengladbach)

Mittelfeld: 7 Bastian Schweinsteiger (Bayern München), 19 Bernd Schneider (Bayer Leverkusen), 8 Torsten Frings (Werder Bremen), 5 Sebastian Kehl (Borussia Dortmund), 18 Tim Borowski (Werder Bremen), 13 Michael Ballack (Bayern München), 15 Thomas Hitzlsperger (VfB Stuttgart)

Angriff: 11 Miroslav Klose (Werder Bremen), 20 Lukas Podolski (1. FC Köln), 14 Gerald Asamoah (FC Schalke 04), 10 Oliver Neuville (Borussia Mönchengladbach), 9 Mike Hanke (VfL Wolfsburg), 22 David Odonkor (Borussia Dortmund)

Auf Abruf: Robert Enke (Hannover 96), Manuel Friedrich (FSV Mainz 05), Patrick Owomoyela (SV Werder Bremen), Fabian Ernst (FC Schalke 04), Paul Freier (Bayer Leverkusen), Kevin Kuranyi (FC Schalke 04)
Quelle: Kicker

(Philipp Lahms Verletzung im Testspiel gegen Verbandsligist Luckenwalde (7:0) wird seine WM-Teilnahme wohl nicht gefährden.)

Mittwoch, Mai 10, 2006

Vieri nicht dabei, dafür Rooney

In seinem letzten Spiel für den französischen Club AS Monaco zog sich der Stürmerstar Christian Vieri eine so schwere Knieverletzung zu, dass er bei der Weltmeisterschaft in Deutschland nicht dabei sein kann. In wenigen Tagen soll er operiert werden.

Ein harter Schlag für den 3-maligen Weltmeister Italien, der nun den überraschenden Ausfall seines Torjägers kompensieren muss.

Ähnlich hätte die Nachricht für England, Eriksson und Rooney lauten können. Der Leistungsträger Wayne Rooney wird aber trotz seines Mittelfußbruches vom schwedischen Trainer in Diensten der Engländer - auch stark angeschlagen - mitgenommen.

Michael Owen ist nach seiner langen Verletzungspause auch noch nicht richtig fit.

Ein echtes Stürmerproblem in England - und Eriksson überlegt ernsthaft, den 17-jährigen Theo Walcott vom FC Arsenal London mitzunehmen. Noch ohne Einsatz in der Premier League!

Donnerstag, Mai 04, 2006

Stichtag: 15. Mai

Am 15. Mai wird Jürgen Klinsmann aller Voraussicht nach den Kader für die Weltmeisterschaft verkünden. Das Trainergespann wird 23 Spieler durch das Turnier führen. Einige Kandidaten können von sich sagen, sicher dabei zu sein - andere müssen sich noch ordentlich "ins Zeug legen".

Eine Zusammenfassung der derzeitigen Personalsituation findet ihr hier.

Leicht verwundert war ich über den als "sicher dabei" eingestuften Stürmer Kevin Kuranyi. Nach seiner Verletzung ist er nicht mehr in die Form vergangender Jahre gekommen - nicht WM-tauglich!

Mittwoch, April 26, 2006

Der Bus is voll Mehmet... Jens, steig ein!

Der Kampf um die Plätze im WM-Kader geht in die letzte Runde. Während Klinsmann dem Mittelfeldspieler Mehmet Scholl eine Absage erteilt hat, lud er Jens Nowotny zum Fitnesstest der Nationalmannschaft ein. Wer zu diesem Test eingeladen wurde, kann sich große Hoffnungen machen - Scholl war nicht dabei.

Für den Kader der WM sehen die Verantwortlichen 8 Abwehr-, 8 Mittelfeldspieler sowie 4 Stürmer vor.
Besonderes Augenmerk gebührt den potenziellen Mittelfeldspielern, da haben wir 8 Kandidaten für 8 Plätze (Kehl, Ernst, Frings, Schweinsteiger, Ballack, Schneider, Borowski und Hitzlsperger - einen vergessen?). Das sieht nach einem harten Konkurrenzkampf aus, oder? Nachdem Sebastian Deisler (ehemals "Basti Fantasti") definitiv verletzungsbedingt ausfällt, scheinen Alternativen zu fehlen.

Im Gegensatz zur Abwehr: Zehn Spieler + Nowotny, hier geht's wirklich noch zur Sache... und die Auswahl ist verhältnismäßig groß.

Wenn es also um die Personalien Scholl und Nowotny geht, verstehe ich Klinsmanns Personalpolitik einfach nicht, ich habe nichts gegen den erfahrenen Abwehrchef von Bayer, finde es schön, dass er seine Chance beim Fitnesstest nutzen konnte; nur diese Chance hätte man Mehmet Scholl auch einräumen können.

Freitag, April 21, 2006

Soll Scholl mit?

Mit seinen 35 Jahren gehört Mehmet Scholl schon zu den "erfahrenen" seiner Zunft, dabei zeigt der Bayern-Profi in den letzten Wochen, dass er das spielerische Feuer eines jungen Wilden hat. So war er an der 1:0 - Führung gegen Arminia Bielefeld mit einer starken Vorarbeit beteiligt und sorgte mit dem Tor zum 2:0 für die Entscheidung.


Durch die gezeigten Leistungen brachte der 36-malige Nationalspieler seine Person ins WM-Gespräch; Klinsmann sieht derweil andere Spieler vor Mehmet Scholl in der National-Elf, merkt aber auch an, dass alles möglich sei.
Befürworter Scholl's sehen seine Qualitäten, sofort nach der Einwechslung im Spiel zu sein, der Mannschaft in schwierigen Situationen einen Ruck geben zu können, als klare Bereicherung.
Auf der anderen Seite wird bemängelt, er sei nicht fit genug seine vorhandenen Qualitäten 100%-ig im Laufe des Turniers halten zu können.
Ein positives Zeichen wäre sicherlich eine vorzeitige Vertragsverlängerung bei Bayern München um ein weiteres Jahr. Uli Hoeneß lässt sich aber wohl noch etwas Zeit mit dieser Entscheidung.

Ich bin ein klarer Befürworter einer Mitnahme von Mehmet Scholl zur WM. Neben den bereits erwähnten Vorteilen sehe ich ihn auch als unersetzlich, was Standardsituationen angeht. Ich kann mich an eine Zeit erinnern (gar nicht allzu lange her), da hat der quirlige Mittelfeldspieler fast jeden Freistoß in der Nähe des gegnerischen Strafraums verwandelt. Er kann auch mal einen gefährlich scharfen Freistoß bzw. eine Ecke reinbringen. Vor allem, nachdem Sebastian Deisler definitiv nicht bei der WM dabei sein wird, fehlen diese Standardspezialisten.

Und wenn man geneigt ist zu sagen, er passe nicht in Klinsmann's Konzept, so sage ich: Soll er doch neben Oliver Kahn auf der Bank sitzen! Dann hat der Reserve-Torhüter wenigstens jemanden zum plauschen ;-)

Montag, April 10, 2006

Kahn ist dabei!

Oliver Kahn beantwortete am heutigen Montag in einer Pressekonferenz die Frage, die sich Fußball-Deutschland seit Klinsmanns Entscheidung für Lehmann als Nummer 1 stellte: Kahn wird bei der WM als Ersatztorwart bereit stehen. Er habe sich noch nie gedrückt und wolle für "positive Stimmung und Euphorie" sorgen. Er betonte ausdrücklich, die Mannschaft und Jens Lehmann werden seine volle Unterstützung erhalten. Erste Reaktionen von Klinsmann und Bierhoff waren erwartungsgemäß positiv ob der sportlichen Einstellung des Bayern-Schlussmanns. So gab es vom Bundestrainer ein "Riesenkompliment" und Oliver Bierhoff sagte: "Oliver Kahn hat wieder einmal bewiesen, dass er ein großer Sportsmann ist."
Nachdem dieses leidige Thema endlich vom Tisch ist und wir zwei sehr starke Torhüter im Kader haben, die zusammen für ein Ziel arbeiten, blicke ich erleichtert und voller Respekt für Oliver Kahn dem Turnier entgegen.

Freitag, April 07, 2006

Lehmann ist die Nummer 1

Heute gab Jürgen Klinsmann überraschend "früh" bekannt, dass Jens Lehmann das Tor bei der WM 2006 in Deutschland hüten wird. Lehmann passe besser zur Spielphilosophie, heißt es aus Kreisen des Trainer-Stabes der National-Elf.
Kahn äußerte sich bisher nicht zu der Entscheidung und traf sich am Nachmittag mit Verantwortlichen der Bayern, um über die Reaktion zu beraten.
Ich selbst begrüße die Entscheidung pro Lehmann, der in den letzten Monaten anscheinend nicht nur mich mit sehr guten, konstanten Leistung und medialer Gelassenheit beeindruckte. Nun ist zu hoffen, dass Kahn die Rolle des Ersatztorhüters professionell und sportlich akzeptiert.
Man darf auf Oliver Kahns (und Uli Hoeneß' :-) Reaktion gespannt sein.

Klinsmann: Held oder gescheiterter Revolutionär

Als Jürgen Klinsmann nach dem EM-Vorrunden-Aus der Deutschen Fußballnationalmannschaft die Truppe übernahm, stellte er sich großer Aufgaben: Generationenwandel, weitgreifende Umstrukturierungen und Einführung neuer Trainingsmethoden.
Alle schauten gespannt dem Confederations-Cup entgegen, die Generalprobe für den Veranstalter der kommenden WM und Klinsmanns Zwischenprüfung. Außerhalb des Platzes war es ein gelungenes Fest und schürte die Freude der Weltöffentlichkeit kommendes Jahr zu Gast bei Freunden zu sein. Und auch auf dem Grün ging es sportlich anspruchsvoll zu Werke, machte Spaß und zuversichtlich mit Blick auf das dynamische Duo "Poldi" und "Schweini" sowie auf den Rest der deutschen Mannschaft.
Die Vorfreude verflachte zusehends, und dass nicht nur ob mäßiger Testspiel-Ergebnisse; vor allem das Trainer-Gespann mit dem kalifornischen Zugpferd Klinsmann musste arge Kritik einstecken. Die ewige Wohnort-Diskussion des Nationaltrainers schaffte hierzulande gereizte Stimmung. Zudem die immer noch ungeklärte Torwartfrage, die vor allem die Gemüter in München zur Weißglut treibt.
Heute setzt sich Klinsmann mit seinen Beratern zusammen, um unter anderem über eben diese Frage der Fragen zu diskutieren. Eine endgültige Entscheidung wird aber trotzdem erst Ende des Monats erwartet.
Während Kahn in jeglichen Interviews bekräftigt, er sei laut Klinsmann die Nummer eins gewesen und wird es auch beim kommenden Turnier sein, fühlt sich Jens Lehmann seinerseits aufgrund der gezeigten Leistungen der letzten Monate als erster Anwärter auf den Platz zwischen den Pfosten. Wie (un)professionell der Verlierer des Wettbewerbs auf die Entscheidung des Trainerstabes reagieren wird, bleibt eine spannende Frage.

Viel interessanter jedoch ist und bleibt, wie weit wird es die deutsche Nationalmannschaft bei der WM bringen? Und: Wird das Trio Klinsmann, Löw und Bierhoff auch nach der Weltmeisterschaft bei dem Länderspiel gegen Schweden am 16.August in Gelsenkirchen das deutsche Team leiten?

Dienstag, April 04, 2006

Kaum Hoffnung für Lauth

Im Interview mit dem Kicker gab Bundestrainer Jürgen Klinsmann den zuletzt stark spielenden Benny Lauth wenig Hoffnung auf eine Teilnahme bei der WM in Deutschland. Kurz vor Abflug nach Kalifornien stellte er klar: "... Für den Angriff gehört Benny Lauth nicht zu unserem erweiterten Kader."

Der Hamburger Stürmer zeigte sich in den letzten Pflichtspielen sehr stark und konnte endlich wieder Selbstvertrauen durch Tore tanken.
Aber der WM-Zug ist wohl abgefahren...

Freitag, März 31, 2006

Sicherheit bei der WM = Sicherheits-WM?

Das Thema Sicherheit ist bei der kommenden Weltmeisterschaft in Deutschland ein zentraler Grundstein in den Vorbereitungen. Innenminister Schäuble möchte eine sichere, aber keine Sicherheits-WM.
Ein schmaler Grat: Das zum Einsatz kommende Sicherheitspersonal wird zahlenmäßig vergleichbare Großveranstaltungen klar überschreiten. Wolfgang Schäuble bestätigte zudem, dass voraussichtlich 2000 Bundeswehrsoldaten zum Einsatz kommen werden. Für die Sicherheit der Spieler und Stadien ist die Fifa verantwortlich und wird wie bei der WM 2002 private Security-Firmen (6000 Mann) beauftragen.

Dienstag, März 28, 2006

Lehmann's Chance

Jens Lehmann erhält heute im Viertelfinal-Hinspiel der UEFA Champions League gegen Juventus Turin eine weitere Chance, sich International zu beweisen. Von den Arsenal-Fans wurde der Nationaltorhüter zum Spieler des Monats Februar gewählt. Heute kann er seine Ambitionen, Deutschlands Torwartfrage weiterhin offen zu gestalten, unterstreichen.
Seit sechs Spielen ist Lehmann in der Meisterliga ohne Gegentor, spielt eine richtig gute - weil vor allem konstante - Saison mit den Gunners und hat sogar Chancen, zu Englands Spieler des Jahres gewählt zu werden. Hält er heute gegen Juve seinen Kasten sauber, stellt er damit sogar einen neuen CL-Rekord auf: Sieben Spiele hintereinander ohne Gegentor.
Oliver Kahn gibt sich in Interviews siegessicher: "Klinsmann sagt, ich bin die Nummer eins". Lehmann kann heute Kahns Worten mit Leistung entgegensetzen. Ein offener Schlagabtausch, wo der Bundestrainer das letzte Wort hat.

Freitag, März 24, 2006

Ticket Portal

Ab Montag, dem 27. März, können im Ticket-Portal Karten zurück gegeben werden. Wer also eine Eintrittskarte für ein Spiel zugeteilt bekommen hat, das nicht dem "Attraktivitätsgrad" seiner Ansprüche genügt (z.B. Tunesien vs. Saudi-Arabien), kann diese Karte zurückgeben. Das heißt auch, dass Fans, die noch Tickets für die WM suchen, im Resale-Bereich die Möglichkeit haben, noch an Karten zu kommen.
Auch für Ticketbesitzer, die den Spieltermin nicht wahrnehmen können und die Karte gerne auf einen Bekannten oder Verwandten übertragen möchten, haben im Portal die Möglichkeit, diese Übertragung gegen eine Bearbeitungsgebühr von 10,00 € durchführen zu lassen. Erklärt wird die Gebühr durch die wiederholte Personalüberprüfung.